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Vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung der biologischen Verockerung

Um dem Problem der Brunnenalterung Herr zu werden, welches auf die Lebenstätigkeit von eisen- und manganspeichernden Bakterien zurückgeführt werden kann, ist eine Möglichkeit die biologische Verockerung durch den rechtzeitigen Einsatz von keimtötenden Substanzen zum Teil stark einzudämmen bzw. sogar zu verhindern.

In der ehemaligen DDR wurden Brunnen mit Gamma Strahlern, welche in die Kiesschüttungen der Brunnen eingebaut wurden, steril gemacht. Die Gammastrahlung tötete alles biologische Leben im Brunnen ab. Damit war die biologische induzierte Verockerung des Filterkieses und des Brunnenausbaumateriales unterbunden.

Diese Behandlungsmaßnahmen wurden nach der Wiedervereinigung Deutschlands beendet.

Eine umweltfreundliche Alternative bei Verockerungsproblemen kann die regelmäßige Brunnenbehandlung sein.

Nachdem die Brunnen auf ihre Neigung zur biologischen Verockerung untersucht wurden, können die betreffenden Brunnen mit einem Spülsystem mit Wasserstoffperoxyd (H202) behandelt werden. Die Behandlungsintervalle müssen für jeden Brunnen durch ständig verlängerte Zeitabschnitte ermittelt werden. Neben dieser Behandlung können die Brunnen je nach Alterungszustand einer regelmäßigen Regenerierung mit konventionellen, mechanischen Methoden unterzogen werden. Die Zeitspanne ist vom Leistungsverlust abhänig. Feste Zeitangaben sind nicht sinnvoll.

Wasserstoffperoxyd (H202) hat desinfizierenden Wirkungen und zerfällt in umweltfreundliches H2O und O2.