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Bertrieb eines Brunnens

Gewährleistung einer störungsfreien und dauerhaften Wasserförderung

Bei allen Informationen auf dieser Webseite wird immer auf die Reinigung, die Regenerierung und die Instandhaltung, Sanierung oder Reparatur Bezug genommen.

Da taucht natürlich die Frage auf, was denn unternommen werden muss um im laufenden Betrieb die Förderfähigkeit eines Brunnens zu erhalten.

Grundsätzlich ist der installierte Brunnen auf der Grundlage einer Leistungsvorgabe (Fördermenge) errichtet worden. Im Idealfall sind dabei die hydologischen und hydrochemischen Gegebenheitem am Brunnenstandort berücksichtigt worden. Also die Geologie sowie die geotechnischen Verhältnisse wie z.B. Sieblinien der wasserführenden Schichten, stauende Horizonte (Ton,Schluff), sowie die Hydrologie mit Informationen zur Teufenlage der Grundwasserstockwerke,  Grundwasserströmungsgeschwindigkeit und -Richtung, Grundwasserneubildungsraten und vor allem auch die chemischen Verhältnisse des Grundwassers. Auch der Standort des Brunnens im Zusammenspiel mit den örtlichen Gegebenheiten ist ein nicht zu unterschätzenderr Faktor. Dies gilt vor allem bei zunehmenden geogenen Überprägungen mit erheblichen Einfüssen auf das Grundwasser wie z.B. Abgrabungen und Aufschüttungen, Kontaminationen durch Altlasten oder intensivierte Landwirtschaft mit hohen Nitrat- ud Pestizideinträgen. Auch die Folgen des Klimawandels mit einer reduzierten Wasserneubildungsrate und längeren niederschlagsfreien Zeiträumen (Dürre), sind mittlerweile stark beeinflussende Faktoren im Brunnenbetrieb. Leider ist der Idealfall nicht die Regel und eine gute Grundlagenermittlung oft nur untergeordnet berücksichtigt worden bei der Errichtung des Brunnens.

Im laufenden Brunnenbetrieb ist die Veränderung des Absenkspiegels im Brunnen eines der wichtigsten Parameter. In Verbindung mit den Daten der Betriebszeit und der Fördermenge sowie der Stromaufnahme der Betriebspumpe kann ein aktives, kontinuierliches Monitoring betrieben und der Alterungsprozess des Brunnen beobachtet und erkannt werden.

Dank moderner Messtechik ist ein solches Monitoring auch leicht zu istallieren und zu betreiben.

Oft ist ein Altern des Brunnens nicht zu verhindern. Deshalb muss das Alterungsverhalten des Brunnens durch kontinierliche Überwachung beobachtet werden. Nur dann kann rechtzeitig mit den richtigen Regenerierverfahren der Alterungsprozess gestoppt und eine Rückführung der Verhältnisse des Brunnens in den damaligen Neubauzustand annähernd erreicht werden. Eine hundertprozentige Rückführung wird aber nicht gelingen, vor allem bei zunehmendem Brunnenalter. Aber die allgemeine Lebensdauer des Brunnenbauwerks wird erheblich erhöht werden.

Dipl.-Ing. (FH) Martin Knobbe
BPK Brunnen- und Pumpen Service
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